Letztes Jahr musste ich meinen Abstecher nach Kanada leider aus Zeitgründen verwerfen. Dieses Jahr bin ich nun statt in Westkanada in Ostkanada gelandet, aufgrund der Flugzeiten blieb nur Montréal als mögliches Ziel.
So unspektakulär, wie die Anreise verlief, so unspektakulär ist auch mein Eindruck von Montréal. Es wirkt vieles bekannt und vertraut, dies liegt vermutlich daran das alles unter dem Motto: Europa, speziell Frankreich meets USA, läuft. Montréal wirkt dadurch auf mich etwas langweilig und es fehlt mir irgendwie das Alleinstellungsmerkmal, das viele andere Städte irgendwie, irgendwo, irgendwann an den Tag legen und seien sie nur negativer Art. Aber irgendwie fehlt das in Montréal.

Einzigartig dürfte RÉSO (Underground City) sein, hierbei handelt es sich um ein über 30 km langes Tunnelsystem das Shopping Malls, Hotels, U-Bahn Höfe, Universitäten und vieles mehr miteinander verbindet.
Ein weiteres Highlight, das Montréal sogar einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde verschafft hat, ist der Olympiaturm. Er gilt mit 175,5 Meter, noch als der höchste schiefe Turm der Welt. Er dient gleichzeitig als Stütze für das Hallendach des Stadions dient. Scherzhaft wird das Olympiastadium inkl. Turm gerne „the Big Owe“ (die großen Schulden) genannt. Ich kann es verstehen, dass für das besondere Jahr 1976 ein besonderes Stadium her musste, allerdings ist die Geschichte dahinter dann schon peinlich. So wurde der Turm erst 1987 fertiggestellt, was blöd ist, da die Olympischen Sommerspiele leider schon 11 Jahren früher stattgefunden haben. Des Weiteren ist die Hallendecke des Olympiastadions so niedrig, dass Spielfeldlinien ans Dach gemalt werden mussten um ungültige von gültigen Dachberührungen unterscheiden zu können. Alles in allem ist die Architektur des Stadions jedoch beeindruckend und mit Sicherheit auch einzigartig.
Mein Fazit zu Montréal: Eine durchschnittliche Stadt ohne Ecken und Kanten, in der man sehr gut shoppen kann, und das wetterunabhängig.